Tipps und Tricks für ein
schönes Süßwasser-Aquarium mit gesunden Fischen
-Das erste Aquarium-




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  1. Bevor Sie sich ein Aquarium kaufen, ist es wichtig, den richtigen Standort auszuwählen. Das Aquarium darf nicht zu sehr der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein, damit keine Algen wachsen und sich das Wasser nicht zu sehr aufheizt.
  2. Beim Kauf sollte außerdem darauf geachtet werden, welche Fische später in das Aquarium eingesetzt werden sollen. Je kleiner das Aquarium ist, desto weniger Fischsorten sind nachher einsetzbar. Für den normalen Gebrauch reicht ein 80 l Aquarium.
  3. Für den ersten Kauf sind folgende Utensilien wichtig: Aquarium, ggf. Unterschrank, Pumpe,  Heizstab,  Filter, Filterwatte, Kohleschwamm, Filterschwamm, Kies, Bodenzusatz, Dünger, Abdeckleuchte, Wurzel oder ähnliches (wo sich die Fische später z.B. verstecken können), Thermometer, ggf. Folie für die Rückwand, Wasseraufbereiter, Wassertests, Kescher. Pflanzen können auch sofort schon gekauft werden, da sie in gute Transportbeutel verpackt werden. Sie sollten dennoch bald eingepflanzt werden.
  4. Beim Kauf der Pflanzen ist es wichtig, Sorten für hinten und vorne zu kaufen, damit das Aquarium später dicht bepflanzt werden kann.
  5. Zu Hause angekommen, wird zunächst das Aquarium aufgestellt und Pumpe, Heizstab etc. installiert. Danach muss der Kies gut durchgewaschen werden. Ein Teil des Kies wird danach mit dem Bodenzusatz gemischt. Der andere Kies wird anschließend draufgeschüttet.
  6. Jetzt kann das erste Wasser eingelassen werden. Dabei ist immer zu beachten, dass dementsprechend Dünger und Wasseraufbereiter dazu getan wird, um Pflanzen ein Wachstum zu ermöglichen und besonders Fische vor möglichen Schäden durch das Leitungswasser zu bewahren.
  7. Nach und nach können die Pflanzen eingepflanzt werden. Das geht am besten, wenn man mit dem Zeigefinger ein wenig Platz im Kies macht.
  8. Nun kann auch das restliche Wasser mit dem nötigen Zusatz (s.o.) eingelassen werden. Es ist wichtig, dass das Wasser nicht allzu kalt ist.
  9. Der Heizstab wird das Wasser erwärmen. Dabei spielt das Thermometer eine Rolle, das Wasser sollte eine Temperatur von 25 °C haben.
  10. Jetzt muss das Aquarium 2-3 Wochen so bleiben, damit ein lebensfähiger Raum für die Fische entsteht.
  11. Filter, Pumpe, Heizstab, Licht (höchstens 12 Stunden am Tag) und die Wasserwerte sollten regelmäßig kontrolliert werden.
  12. Sind die Messwerte gut, können die ersten Fische nach 2-3 Wochen eingesetzt werden.
  13. Beim Kauf der Fische ist darauf zu achten, dass mindestens ein Päarchen von einer Sorte gekauft wird. Nur ein Fisch von einer Sorte ist nicht ratsam (möglicherweise gibt es hierbei aber Ausnahmen, die der Händler beantworten kann). Außerdem ist es wichtig, dass Fische gekauft werden, die am Boden leben und welche, die weiter oben schwimmen. Immer gut sind sogenannte Guppys, Zwergfadenfische und Panzerwelse. Ein Männchen und ein Weibchen ist empfehlenswert, damit sich die Fische später vielleicht vermehren (s. dazu unten). Ferner gibt es Sorten, die sich nicht vertragen. Des Weiteren sollten nicht zu viele Fische ins Aquarium eingesetzt werden, bei 80 l ca. 16-20 Fische (es kommt ein bisschen auf die Fischsorte an).
  14. Zu Hause angekommen, muss der Transportbeutel erstmal ca. 15 Minuten in das Aquariumwasser eingelegt werden, damit sich die Fische an die Temperatur gewöhnen und der Stress minimiert wird. Beim Öffnen des Beutels und dem Einlassen der Fische ist zu beachten, dass nicht zu viel Wasser aus dem Beutel mit ins Aquariumwasser läuft.
  15. Es gibt verschiedene Futtersorten für Zierfische. Am besten kauft man zum Anfang Hauptfutter, also Flockenfutter für alle Zierfische und Futtertabletten für Bodenfische. Später gibt es sinnvolle Variationen wie Mückenlarven. Eine Möglichkeit ist es auch, im Internet über z.B. Ebay Flockenfutter zu kaufen (Dabei haben wir bisher nur gute Erfahrungen gemacht).
  16. Wenn sich die Fische vermehren (Guppys sind z.B. lebend gebärend), gibt es für die Baby-Fische extra gutes Babyfutter. Zum einen kann man das kaufen oder man reibt das normale Futter klein.
  17. Es darf nicht zu viel gefüttert werden, da die Fische sonst nicht alles aufessen. Für die Abwesenheit von mehreren Tagen sollte ein sogenannter Futterautomat gekauft werden.
  18. Weitere Regeln dürfen nicht außer Acht gelassen werden: Wasserwechsel ca. alle 2 Wochen (Zusätze nicht vergessen!), damit das Wasser nicht zu trübe wird (für den Wechsel ggf. Schlauch und Eimer kaufen), weiße Filterwatte 1x pro Woche bzw. wenn sie allzu dunkel geworden ist, Kohlefilter nach ca. drei Monaten (mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür, wann die Filter gewechselt werden müssen), Pflanzen ggf. schneiden.
  19. Wenn die Messwerte bzw. das Wasser sich ändert, ist es ratsam, 70 % des Wassers zu wechseln und nach den Ursachen zu suchen, um die Fische nicht zu gefährden.
  20. Wenn Sie sonst noch Fragen haben sollten, können sie uns gerne eine E-Mail mit dem Betreff "Aquarium" senden. Wir versuchen dann, die Mail im Rahmen unserer Kenntnisse so schnell wie möglich zu beantworten.


.....uns hat die Anschaffung eines Aquariums viel Freude bereitet und bisher hatten wir auch noch keine Probleme mit Krankheiten etc..Im Gegenteil, wir haben schon 6 Babys, die mittlerweile schon ein ganzes Stück gewachsen sind. Schön und entspannend ist es auch, die Fische und Pflanzen einfach vom Sessel zu beobachten. Durch die Haltung von Fischen haben wir sehr viel über ihr Verhalten und ihren Aufbau kennengelernt. Für uns ein sehr geeignetes und schönes Haustier.

     

© Silvia und Fehd Zidane, Juni 2004


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